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Moxibustion (Wärmebehandlung)

Moxibustion (häufig kurz Moxa, von japanisch mo-gu-sa, chinesisch in zhen-jiu = Nadel-Moxa) ist wahrscheinlich deutlich älter als die Akupunktur. Dabei wurde in der Steinzeit bereits an Schmerzpunkten durch Auflegen von erhitzen Kräutern eine schmerzlindernde Wirkung erzielt. Heute wird Moxibustion häufig mit Beifuß (Artemisia vulgaris, chinesisch: ai-ye=Beifuß-blatt) in Form von Zigarren, kleinen Kegeln oder Aufsätzen für Akupunkturnadeln für die traditionell erwärmende Wirkung benutzt. Gelegentlich werden als Verbrennungsschutz oder zur Unterstützung der Wirkung auch zusätzlich Ingwerscheiben, Knoblauch oder Salz genutzt.

Nach der traditionellen Vorstellung werden durch die erwärmende, yangstärkende und feuchtigkeitsvertreibende Wirkung vor allem Kälte-, Wind- und Feuchtigkeitserkrankungen behandelt. Nach westlicher Vorstellung werden durch die lokale Wärmezuführung eine regionale Mehrdurchblutung und die Stoffwechselaktivität angeregt. Eine systemische Wirkung wird dabei über die Reflexzonen und Stimulation des Immunsystems erreicht.

Da Moxibustion besonders gut für die Eigenbehandlung geeignet ist, sollten die relativen Gegenanzeigen wie Hitze-Fülle-Yang Erkrankungen, Kleinkinder, Schwangerschaft, Sensibilitätsstörungen und Blutungen beachtet werden. Insgesamt interessant ist das in Europa ganz praktisch anstatt Moxa hier Wärmeflaschen, Kirschkernkissen u.ä. ebenfalls an den typischen Stellen angewandt wird.

Dr. med. Gregor Dietze, Überlingen - Bodensee Baden-Württemberg
in Zusammenarbeit mit
www.akupunktura.de