Besonders wichtig gilt beim Qi Gong die Atmung. Hier kann über komplexe Atemtechniken eine Ansammlung des Qi in verschiedenen Zentren (am bekanntesten Dantian) erreicht werden, mit welchem man dann gearbeitet werden kann. Dazu wird in der meditativen Komponente über das "sich sammeln" und später "sich versenken" zunächst eine geistige Konzentration und Bindung ein Ausschluss äußerer Faktoren erreicht (daoistisch geprägt) um dann auch den Zustand geistiger Leere erreichen zu können (buddhistisch geprägt).
Für Personen ohne Qi Gong Erfahrung sind vor allem die verbreiteten Haltungsformen zu empfehlen. Über den Lotussitz, den Reiterstand oder gehende Bewegungsmuster können so auch schnell ohne Vorkenntnisse Erfahrungen des Qiflusses erreicht werden. Wegen der schnelleren Erfahrung werden deshalb in Deutschland auch eher Bewegungsformen wie z.B. des Taiji gelehrt.
In den chinesischen Klöstern waren die Prüfungen des Qi Gong erst nach Jahren oder Jahrzehnten abzulegen, sodass man auch in unser schnelllebigen, erfolgsorientierten Welt die Zeit des Übens ohne ein zu verfolgendes Lernziel akzeptieren muß. Ehrgeiz behindert das "sich sammeln" - nur Übung verspricht einen dauerhaften Erfolg.
Quelle: Dr. med. Gregor Dietze, Überlingen - Bodensee Baden-Württemberg
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